Module: Bahnhof Polaun

Polaun


Das Vorbild


Der Bahnhof Polubny-Polaun  - der Endpunkt der Zackenbahn - war bis 1938 Grenz- und Betriebswechselstation
zwischen dem Deutschen Reich und Österreich bzw. später der Tschechoslowakei. Die Bahnhofsbauten umfassten
ein Empfangsgebäude und ein Gemeinschaftsgebäude der Zollverwaltungen mit jeweils zugehörie Zollböden.
Ferner gab es eine Fahrzeugwerkstatt mit 2 Gleisen, einen 4-ständiger Lokschuppen (ein Gleis wurde von der DRG
zum Abstellen von Elloks angemietet) eine Wasserstation sowie Anschlussgleise für die örtliche Kohlehandlung
und Basaltverladung.


Gesamtübersicht des Bahnhofs mit Blick in Richtung Tannwald, links das EG, halbrechts hinten der Lokschuppen,
rechts vorn die Basaltverladung.


Das Empfangsgebäude, von der Bahnsteigseite aus gesehen, rechts versteckt sich ein ET 89.

Der Stationsname erfuhr über die Zeit mehrmalige Veränderungen: von der Eröffnung bis 1925 firmierte er
unter dem Namen "Grünthal", danach erfolgte die Umbenennung in "Polubny-Polaun" (da der Bahnhof nun auf
tschechoslowakischen Gebiet lag), um ihn nach der Annektion der Sudetengebiete 1938 gänzlich in "Polaun"
zu ändern.

Im Bahnhof Polaun endeten die aus Hirschberg kommenden Personen- und Triebwagenzüge der DRG.
Fahrgäste, welche weiter reisen wollten, mussten im Empfangsgebäude ihre Zollformalitäten erledigen
und konnten dann mit Zügen der ČSD oder mit Bussen vom Bahnhofsvorplatz aus weiterreisen.
Reisende, von der ČSD kommend, mussten ebenfalls erst ihre Zollformalitäten im Empfangsgebäude erledigen
und konnten dann mit dem Reichsbahnzug weiter Richtung Hirschberg fahren. Selbst die Post wurde umgeladen,
es gab bis 1938 keine durchgehende Personenzüge.


Blick auf das Zollgebäude straßenseitig, links der Güterschuppen.

Die von Hirschberg ankommenden Personenzüge liefen auf Gleis 1 ein; danach rangierten sie auf Gleis 2,
dem Abfahrtsgleis für die Rückleistung nach Hirschberg. Güterzüge aus Hirschberg mit E-Lok liefen auf Gleis 3 ein.
Die E-Loks wurden abgekuppelt und auf dem Gleis 9 bzw. auf einem Lokschuppengleis abgestellt.
Mit der ČSD-Lok BR 310 wurden die Güterzüge getrennt und am Zollgebäude abgefertigt.
Die getrennten Zugteile wurden dann mit einer ČSD-BR 404 über Unterpolaun nach Gablonz weiter befördert.
Dort erfolgte die Wiederzusammenstellung der in Polaun getrennten Güterzüge.
Die von Gablonz kommenden Zugteile wurden in Polaun vom Zoll abgefertigt und zu längeren Zügen auf Gleis 3
zusammen gestellt. Von dort hat dann eine E-Lok den Zug Richtung Hirschberg befördert.


Roland Zemke/Raden

Hauptgüter von Deutschland nach der ČSR waren Steinkohle, Granit, Glas und technische Artikel.
Von der ČSR nach Deutschland wurden in der Hauptsache Braunkohle, Holz, Basalt und Leder befördert.
Ausfahrtsignale besaß der Bahnhof nicht, jedoch ein Einfahrtsignal für Züge aus Richtung Hirschberg kommend.
Ständig stationiert waren eine ČSD BR 310 und drei BR 404 (Zahnradloks).





Das Modell

- Erbauer: Roland Zemke/Raden
- 3 Bahnhofsmodule mit individuellen Schnittstellen und 1 Übergangsmodul mit Normschnittstelle
- Modullänge insgesamt: ca. 4 m (verbaut wurden ca. 15 m Gleis und 17 Weichen) .


Thomas Kunze/Dresden

Blick über die gesamten Bahnhofsanlage, rechts das EG.


Thomas Kunze/Dresden

Viel Betrieb in Polaun: 2x ET 89, zwei Güterzüge und eine restaurierende Zahnraddampflok BR 404 der ČSD.


Thomas Kunze/Dresden

Die Fassade des Empfangsgebäudes gleisseitig...


Thomas Kunze/Dresden

...und straßenseitig.


Thomas Kunze/Dresden

Im Bahnhofsvorfeld "stauen" sich die Güterzüge, die wegen der nachfolgenden Steilstrecke in Richtung Tannwald
geteilt werden müssen.


Thomas Kunze/Dresden

Das Zollgebäude, man beachte den Schienen-LKW, rechts ein moderner ET 51 auf der Rückfahrt nach Breslau.


Thomas Kunze/Dresden

Das imposante Zollgebäude von der Straßenseite aus gesehen.


Thomas Kunze/Dresden

Der am Zollgebäude angeschlossene Güterboden.


Thomas Kunze/Dresden

Die tschechische Zahnraddampflokomotive am Wasserkran.


Thomas Kunze/Dresden

Basaltverladung in Polaun.


Thomas Kunze/Dresden

Blick über die Bahnhofsanlagen in Richtung Tannwald, links das Zollgebäude.


Thomas Kunze/Dresden

Das Österreichische Einfahrtsignal existiert auch in 1:160 .


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